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Gottesdienstreihe in Wittenberg an der LichtKirche eröffnet

Ich reformiere jetzt auch

EKHN/Reinel

Der Sonntag ist ein Geschenk. So wenig selbstverständlich ist es, ihn gemeinsam begehen zu können. Denn wie gut ist es, dass Rettungskräfte und Ärztinnen, Pfleger und Pfarrerinnen an diesem Tag arbeiten. Diese Spannung beschrieb die Stellvertretende Kirchenpräsidentin beim Gottesdienst an der LichtKirche in Wittenberg. Gleichzeitig hat sie damit die Gottesdienstreihe "Ich reformiere jetzt auch" eröffnet.

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Den Sonntag als „biblischen Ruhetag und Tag der Würde“ begehen

Der Sonntag ist ein segensreiches Geschenk des Himmels. Und ein Anlass, die Wertigkeiten von Konsum und Ökonomie zu reformieren. Das sagte die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Ulrike Scherf während eines Gottesdienstes an der Lichtkirche in Wittenberg.

Dabei rief sie dazu auf, den Sonntag als „biblischen Ruhetag und Tag der Würde“ zu begehen und den Feiertag als besondere Zeit für Poesie, Lob und Glück zu gestalten.  

Gottesdienstreihe zum Thema „Ich reformiere jetzt auch“ eröffnet 

Der Gottesdienst am 13. August eröffnete die Gottesdienstreihe zum Thema „Ich reformiere jetzt auch“, die bis zum 3. September als Aktion der EKHN an der Lichtkirche auf der Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg läuft. Die Feier unter freiem Himmel wurde musikalisch von dem Liedermacher und Pfarrer Clemens Bittlinger und David Kandert begleitet. Vize-Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf erinnerte daran, dass der Sonntag eine bewusste Unterbrechung des Alltags sei und möglichst frei von Arbeit, Aufgaben und Pflicht sein solle.

Schon Martin Luther habe 1530 daran erinnert, dass man Gott auch durch Nichtstun dienen könne und dass der Feiertag streng gehalten werden solle. Zudem sei es wichtig, dass der Sonntag ein gemeinsamer freier Tag sei, der den Lebensrhythmus unserer Gesellschaft prägen könne. „Menschen brauchen diese Gemeinschaft, unsere Gesellschaft lebt auch aus dem Miteinander, das der gemeinsame freie Sonntag ermöglicht“, so die Stellvertretende Kirchenpräsidentin.

Noch bis zum 10. September präsentiert sich die hessen-nassauische Kirche auf der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg anlässlich des 500. Jahres der Reformation. Im Mittelpunkt steht dabei die Lichtkirche, die tagsüber als Ort der Meditation und Segnens dient und nachts in bunten Farben leuchtet. Die mobile Kirche findet großen Anklang, besonders positiv äußern sich Bewohnerinnen und Bewohner Wittenbergs über das einzigartige Gotteshaus. 

Weitere Informationen zur Reihe "Ich reformiere jetzt auch" finden Sie hier. 

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